»Wir sind doch alle nur wie Seidenraupen. Ein Leben lang in einer Schachtel gefangen und dort gezüchtet. Natürlich wissen wir, wir könnten heraus, aber tun es nicht, weil wir ebenfalls wissen, es ist verboten.«, sagt Apple, während sie das Kakaopulver klirrend in die Milch rührt und ich ihren Rücken sehen kann. Sie dreht sich mit ihrer Tasse zu mir um und schaut mich an.
»Puh, ja, klar. Du hast Recht?«, antworte ich leicht fragend und rutsche ein wenig auf meinem Stuhl umher. Ich weiß gar nicht was ich darauf antworten soll und tue so, als würde ich mir die Küche von Apple anschauen. Schließlich begegne ich Emil Totowski mit einem fragenden Blick. Nur der Tisch trennt uns, aber eigentlich trennt uns eine ganze Welt. Kurz kreuzen sich unsere Blicke und er starrt wieder auf die Fließen auf dem Boden. Völlig in sich gesunken und seine Hände in seinem Schoß.
»Ruben?«, holt mich Apple zurück aus meinen Gedanken.
»Manche bleiben aber auch in einem Ringdöschen gefangen. Allein und kommen dort nicht heraus. Auf engstem Raum begegnen sie immer wieder sich selbst.«, völlig benommen sage ich es und will es eigentlich gar nicht. In sich selbst gefangen und dein Körper ist dein Gefängnis. Wie das wohl ist?
12.04.2014, 21:02 Uhr
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AppleundRuben,
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