27.03.2014, 19:57 Uhr

Ein Blatt dreht und wendet sich sachte im Wind, wirbelt umher, bis es schließlich auf dem Boden landet. Es ist schon ganz braun. Schnell fährt ein Auto vorbei und das Blatt fliegt von neuem hoch. Die Bushaltestelle ist sonst verlassen und leer, keine Menschenseele. Nur ein paar Autos kommen ab und zu vorbei und stören die Stille. Natürlich ist aber Apple bei mir. Geduldig steht sie neben mir, das eine Bein ein wenig eingeknickt, ganz lässig schaut sie durch die Gegend. Ihr feuerrotes Haar wird wie das Blatt vom Wind getragen.
»Apple ich hab all die Leute hier satt. Merkst du nicht, wie gemein sie alle hier sind? Mit niemanden kann man reden und jeder ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er die anderen nicht mitbekommt.«, sage ich.
»Lass uns doch einfach wegfahren. Wir nehmen den nächsten Bus zum Bahnhof und fahren irgendwohin, ohne genaues Ziel. Einfach reisen ohne Einengung, den Kopf frei bekommen.«
»Meinst du nicht, das ist ein wenig heftig. Was werden die anderen sagen, wenn wir einfach so verschwinden.«
»Denke nicht immer an die anderen. Was sie denken, ist unwichtig. Hauptsache uns geht es gut.«, sie lächelt mich an und ich habe das Gefühl, die Sonne geht auf.

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