Ich weine. Ohne Grund. Dabei habe ich gedacht, es wird alles wieder besser. Heute früh im Bus hatte ich einmal wieder das alte Sonnenaufganggefühl, dieses "Es-ist-so-schön-ich-platze-gleich"-Gefühl. Aber ich hab alles nur verdrängt, die negativen Gedanken, die Traurigkeit und Leere. Hab es einfach überspielt und mich selbst getäuscht, dass es mir gut geht. Ich weine und so viele Gedankenfetzen schwirren in meinem Kopf, dass ich nicht mal sagen kann, was ich denke. So voll und doch so leer. Fühle nichts, alles gleichgültig, außer die Traurigkeit, die Melancholie. Hass und Liebe haben sich vermischt, ist ein Brei geworden, ist nun kein Gefühl mehr. Ich halte das nicht mehr aus, ich kann das nicht mehr. Vegetiere vor mich hin, stehe früh auf und weiß nicht wofür. Für was lohnt es sich morgens aufzustehen? Nichts. In der Schule wirft mir jeder Worte zu, die mir weh tun, die mich treffen wie tausend kleine Nadeln. Nachmittags sitze ich in meinem Zimmer und starre vor mich hin, bin einfach da. Ich hätte genügend Zeit zum Hausaufgaben machen, aber ich schaffe es einfach nicht. Bin mit den kleinsten Dingen überfordert. Irgendwann gehe ich dann schlafen und wache früh völlig übermüdet auf. Und all das Tag für Tag, immer und immer wieder. Wozu?
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